E-Scooter (patinetes eléctricos) sind in Spanien überall zu sehen – in Madrid, Barcelona, Valencia, Málaga und jedem Küstenort. Doch die Regeln haben sich Anfang 2026 grundlegend geändert. Die Versicherung ist jetzt Pflicht, und wer die neuen Vorschriften ignoriert, riskiert Bußgelder von bis zu 800 €.
Am 24. Juli 2025 verabschiedete Spanien das Gesetz 5/2025 über Haftpflicht und Versicherung im Kraftfahrzeugverkehr. Es folgte das Königliche Dekret 52/2026, das den Stichtag für die Umsetzung festlegte. Seit dem 2. Januar 2026 müssen alle E-Scooter, die als persönliche Mobilitätsfahrzeuge (VMP – Vehículo de Movilidad Personal) eingestuft sind, eine Pflicht-Haftpflichtversicherung haben und bei der DGT registriert sein.
Das ist ein großer Einschnitt. Zuvor waren VMP unter 25 km/h von der Versicherungspflicht ausgenommen. Diese Ausnahme gibt es nicht mehr.
Die spanische DGT (Dirección General de Tráfico) stuft E-Scooter als VMP ein. Die wichtigsten Regeln:
Ja – seit dem 2. Januar 2026 ist die Versicherung für alle E-Scooter in Spanien Pflicht.
Nach dem Gesetz 5/2025 muss jedes VMP, das auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, eine gültige Haftpflichtversicherung haben. Die Mindestdeckungssummen entsprechen denen für Pkw:
Fahren ohne Versicherung kann Bußgelder von 250 bis 800 € nach sich ziehen, und Sie haften weiterhin persönlich für alle Schäden oder Verletzungen, die Sie verursachen.
Bevor Sie eine Versicherung abschließen können, muss Ihr Scooter im VMP-Register der DGT eingetragen sein. Die Registrierung erfolgt elektronisch über das Online-Portal der DGT (Sede Electrónica). Sie benötigen:
Nach der Registrierung erhalten Sie eine Identifikationsplakette, die sichtbar am Scooter angebracht werden muss.
Wenn Sie Ihren E-Scooter vor dem 22. Januar 2024 gekauft haben, gilt ein Moratorium (Übergangsfrist) bis zum 1. Januar 2027. In dieser Zeit dürfen Sie ohne Registrierung oder Zertifizierung weiterfahren. Wir empfehlen dennoch dringend, sich jetzt zu versichern – das finanzielle Risiko eines unversicherten Unfalls übersteigt die Kosten einer Police bei Weitem.
Für Scooter mit über 25 kg Gewicht, die schneller als 14 km/h fahren, galt eine frühere Frist – hier war die Versicherung bereits bis zum 26. Januar 2026 Pflicht, auch ohne vorherige Registrierung.
E-Scooter-Diebstahl ist in spanischen Städten extrem verbreitet. Barcelona, Madrid und Valencia sind am stärksten betroffen. Tipps, um Ihr Risiko zu senken:
Normale Pedelecs (bis 250 W, Unterstützung nur bis 25 km/h) gelten nicht als VMP und unterliegen nach geltendem Recht nicht der Versicherungspflicht. S-Pedelecs und leistungsstärkere E-Bikes, die diese Grenzen überschreiten, können jedoch als VMP oder Moped eingestuft werden und bräuchten dann eine Versicherung.
Nein. Seit dem 2. Januar 2026 müssen alle E-Scooter eine Haftpflichtversicherung haben. Fahren ohne Versicherung kann Bußgelder von 250–800 € nach sich ziehen.
Eine einfache Haftpflichtversicherung gibt es ab etwa 30–60 € pro Jahr. Ein Vollschutz inklusive Diebstahl und Eigenschäden kostet in der Regel 100–180 € pro Jahr.
Ja. Alle VMP müssen im nationalen Fahrzeugregister der DGT eingetragen werden. Die Registrierung kostet 8,67 € und kann online über die elektronische Geschäftsstelle der DGT erledigt werden.
Für Scooter, die vor dem 22. Januar 2024 gekauft wurden, gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2027. Danach sind Registrierung, Zertifizierung und Versicherung für alle VMP ohne Ausnahme Pflicht.
Einige Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen enthalten eine begrenzte Haftpflicht für VMP, die meisten erfüllen jedoch nicht die gesetzlichen Mindestsummen nach dem Gesetz 5/2025. Fragen Sie bei Ihrem Versicherer nach – in den meisten Fällen brauchen Sie eine eigenständige VMP-Police.
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Siehe auch: E-Scooter-Versicherung Spanien | Fahrradversicherung
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