Einkommensschutzversicherung in Spanien für Expats
Updated August 2026
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Wenn Sie als Expat in Spanien arbeiten – ob als Angestellter oder als selbstständiger autónomo – und Krankheit oder Unfall Sie arbeitsunfähig machen: Was passiert dann mit Ihrem Einkommen? Das spanische Sozialversicherungssystem zahlt zwar ein Krankengeld, doch für viele Expats sind die Beträge bescheiden und die Anspruchsvoraussetzungen kompliziert. Eine Einkommensschutzversicherung schließt diese Lücke und ersetzt einen Teil Ihres entgangenen Verdienstes in Zeiten, in denen Sie tatsächlich nicht arbeiten können.
Der Einkommensschutz (seguro de incapacidad) zahlt eine monatliche Leistung – in der Regel 60–80 % Ihres Einkommens vor der Erkrankung –, sobald die Karenzzeit abgelaufen ist (üblicherweise 30–90 Tage). Die Leistung läuft für die Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit weiter, längstens bis zum Ende der in der Police vereinbarten maximalen Leistungsdauer (das können 1, 2 oder 5 Jahre sein oder auch bis zu einem festgelegten Rentenalter).
Die spanische Seguridad Social zahlt die incapacidad temporal (vorübergehende Arbeitsunfähigkeit) an Erwerbstätige, die in das System einzahlen. Allerdings:
Wenn Sie krankheitsbedingt nicht arbeiten können – körperlich oder psychisch –, zahlt der Einkommensschutz nach Ablauf der Karenzzeit eine monatliche Leistung. Psychische Erkrankungen (Depression, Angststörungen, Burnout) sind in modernen Policen zunehmend mitversichert.
Führt ein Unfall dazu, dass Sie vorübergehend oder dauerhaft nicht arbeiten können, leistet die Police ab dem Ende der Karenzzeit. Bei vollständiger dauerhafter Invalidität wird in der Regel eine Einmalzahlung fällig statt einer monatlichen Leistung.
Die Definition der Arbeitsunfähigkeit ist entscheidend. Policen nach dem Prinzip der Berufsunfähigkeit (own occupation) zahlen, wenn Sie Ihren konkreten Beruf nicht mehr ausüben können – ein Chirurg mit verletzter Hand hat Anspruch, selbst wenn er theoretisch Bürotätigkeiten verrichten könnte. Policen nach dem Prinzip der Erwerbsunfähigkeit (any occupation) zahlen nur, wenn Sie überhaupt keiner Tätigkeit mehr nachgehen können – eine deutlich höhere Hürde. Der Schutz nach Berufsunfähigkeit kostet mehr, bietet aber einen spürbar besseren Schutz.
Eine nichtrauchende Fachkraft in den Dreißigern, die eine monatliche Leistung von 2.000 € mit 30 Tagen Karenzzeit und zwei Jahren Leistungsdauer wünscht, zahlt etwa 40 € bis 80 € im Monat. Längere Leistungsdauern, kürzere Karenzzeiten und Berufe mit höherem Risiko erhöhen die Prämien deutlich.
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